Technologieberatung und Architektur-Reviews
Technologieentscheidungen treffen, Plattformvisionen entwickeln, Systeme untereinander sprechen lassen und Stakeholder überzeugen. Unabhängig, schriftlich, ohne Herstellerinteressen.
Komplexe Technologieentscheidungen tragen echtes Geschäftsrisiko. Eine Systemablösung steht an, eine Plattform muss gewählt werden, und seit kurzem kommt die Frage dazu, was davon KI-fähig sein muss. Anbieter liefern Antworten, die zu ihrem Produkt passen. Die Agentur hat ein Interesse am Folgeauftrag. Sie brauchen jemanden, der die Entscheidung mit Ihnen trifft und sie vor Ihren Gremien vertritt, ohne an ihr zu verdienen. Vier Dinge tue ich in solchen Vorhaben.
Für wen
- CTOs und IT-Leitungen vor kritischen Technologieentscheidungen
- Verkehrsunternehmen und Organisationen der Daseinsvorsorge vor einer Systemablösung
- Geschäftsführungen, die eine Agenturempfehlung unabhängig prüfen lassen wollen
- Teams mit stockender Lieferung
Was ich tue
Technologieentscheidungen treffen
Standardprodukt, Kooperation oder Eigenentwicklung? Ich sondiere den Markt, bewerte Make-or-buy-Optionen mit Kosten, Risiken und Abhängigkeiten und beurteile die Machbarkeit. Ergebnis: eine klare Empfehlung mit der Begründung dahinter, keine Präsentationsfolie voller Optionen.
Plattformvisionen entwickeln
Aus einer aufgenommenen Ist-Landschaft wird kein Zielbild, indem man sie abtippt. Ich verdichte gewachsene Prozesslandschaften, schneide die Plattform in klar verantwortete Zonen und mache aus einem Systemwunsch eine Produktvision. Ergebnis: ein Zielbild, an dem sich Fachbereich, IT und Geschäftsführung ausrichten.
Systeme untereinander sprechen lassen
Werden Systeme einzeln verdrahtet, wächst die Zahl der Verbindungen quadratisch. Sieben Systeme sind bis zu 21 Direktverbindungen, jede einzeln entwickelt, getestet und gewartet. Über eine zentrale Integrationsschicht sind es sieben Anbindungen nach demselben Muster. Dieselbe Schicht ist der Weg, auf dem ein Wissenssystem oder ein KI-Assistent später an Ihre Daten kommt, ohne dass jedes Fachsystem neu angebunden wird. Ergebnis: ein Integrationskonzept mit offenen Standards, damit der Ausstieg jederzeit möglich bleibt.
Stakeholder überzeugen
Ein Konzept, das nicht beschlossen wird, ist kein Konzept. Ich bereite Entscheidungen so auf, dass sie durch die Gremien gehen: Beschlussvorlage mit tragenden Säulen, Investitionsschätzung mit ausgewiesener Schätzgüte, Argumentationslinien für Fachbereich, IT, Sicherheit und Einkauf. Und ich vertrete das Konzept vor diesen Stellen selbst. Ergebnis: ein Beschluss, nicht nur ein Dokument.
Ergänzend übernehme ich in komplexen Vorhaben das technische Product Ownership: als technisches Gegenüber für die Fachseite, das Anforderungen in Architekturentscheidungen übersetzt und Qualitätsverantwortung über die Lieferung hinweg hält.
Technologieentscheidungen unter KI-Druck
Seit 2025 hat fast jede Systementscheidung eine zweite Frage im Gepäck: Was muss dieses System können, damit wir Wissen und Daten später für KI nutzen können? Die Antwort ist selten ein Produktmerkmal. Sie liegt in der Datenlage, in den Schnittstellen und in der Frage, wer für ein KI-Ergebnis geradesteht. Ich beantworte beide Fragen in einem Vorgang, damit Sie nicht in zwei Jahren ein zweites Projekt für die erste brauchen. Wo der Schwerpunkt auf Wissen und KI liegt, ist die KI-Integration und Wissensmanagement die passende Leistung; wo er auf Plattform und Integration liegt, diese.
Branchenausprägung: Verkehrsunternehmen und öffentlicher Sektor
In regulierten Umgebungen mit gewachsener Systemlandschaft haben diese vier Aufgaben eine eigene Form: Interoperabilitätsstandards werden zu Auswahlkriterien, Vergaberecht bestimmt den Weg zur Beauftragung, und eine Ablösung im laufenden Betrieb duldet keinen Stichtagswechsel. Für Verkehrsunternehmen ist das ausführlich beschrieben unter ÖPNV und öffentlicher Sektor.
Ablauf
Erstgespräch
30 Minuten, drei Fragen, unverbindlichProblem-Framing
Stakeholder-Interviews und System-ZugriffAssessment
Code-, Architektur- und Prozess-ReviewEmpfehlung
Schriftlicher Bericht und ArbeitsmeetingUmsetzungsbegleitung
Optional als Retainer oder Festpreis
2 bis 3 Wochen, Festpreis nach Vorgespräch, schriftlicher Bericht und Arbeitsmeeting
Pakete
| Paket | Aufwand | Ergebnis |
|---|---|---|
| Systemauswahl | 3 bis 10 PT | Entscheidungsvorlage mit Empfehlung |
| Architektur-Review Bestand | 3 bis 8 PT | Risikoregister, Handlungsempfehlungen, Delta zum Zielbild |
| Code-Audit | 5 bis 15 PT | Schriftlicher Bericht, Maßnahmenplan, Priorisierung |
| Integrationskonzept | 5 bis 15 PT | Ereignisgetriebene Zielarchitektur, Anschlussreihenfolge, Exit-Pfad |
| Technisches Product Ownership | laufend | Begleitung nach Vereinbarung |
Aufwände sind Spannen in Personentagen; der Festpreis steht im Angebot nach einem Vorgespräch.
Beweis
Ein Kunde beschreibt die Zusammenarbeit so: “Dabei gelang es ihm stets, Komplexität zu reduzieren, anstatt sie weiterzugeben.” Das Zitat stammt von Roland Vogel, Leiter Onlineshop bei AIDA Cruises, und steht vollständig auf dieser Seite.
Für ein kommunales Verkehrsunternehmen habe ich die Ablösung eines gewachsenen Kundenmanagementsystems vorbereitet: Marktsondierung, Zielarchitektur mit Integrationsschicht, Beschlussvorlage für die Gremien. Der Weg steht anonym in der Case Study Plattform-Modernisierung ÖPNV.
Für DE-CIX habe ich die Architektur des Produkts Cloud ROUTER verantwortet und eine eventgetriebene Integrationsschicht auf Basis von Kafka eingeführt.
Ähnliche Projekte
Plattform-Modernisierung im regulierten ÖPNV
Technical Advisor & Solution Architect
Entscheidungsgrundlage und Zielarchitektur übergeben. Ablösung als kontrollierter, schrittweiser Pfad statt als Stichtagswechsel konzipiert; Integrationskonzept als wiederverwendbare Blaupause.
Kundenstimmen
Hiermit spreche ich meine ausdrückliche Empfehlung für Jeff aus, den ich im Rahmen unserer Zusammenarbeit als externen Consultant und Product Owner kennenlernen durfte.
Ich habe mit Jeffrey Böhm einige Projekte als Entwickler und Product Owner umgesetzt und konnte mich immer von seiner technischen und analytischen Expertise überzeugen lassen. Seine Herangehensweise war immer ergebnisorientiert und nachhaltig. Ich würde immer wieder mit ihm zusammenarbeiten und kann ihn für Web-Projekte wärmstens empfehlen.
Einwände
Wir haben schon eine Agentur, die uns berät.
Gut. Eine Agentur, die auch umsetzt, hat ein Interesse an der Umsetzung. Ich habe keines. Deshalb kann ich sagen, wenn die einfachere Lösung die bessere ist oder wenn ein Vorhaben zu groß geschnitten ist.
Das muss über Vergabe laufen.
Dafür sind die Pakete zugeschnitten: abgrenzbare Leistung, benanntes Ergebnisdokument, Aufwand in Personentagen. Ihr Einkauf kann das in ein Preisblatt übertragen. Die Vorbefassungsfrage kläre ich vorab mit Ihnen.
Wir brauchen erst ein Zielbild, bevor wir über KI reden.
Einverstanden. Genau deshalb sind Zielbild und KI-Fähigkeit in meiner Arbeit ein Vorgang, nicht zwei Projekte.
Einstieg
KI-Potenzialanalyse. Wenn Ihre Entscheidung eine Wissens- oder KI-Komponente hat, ist die KI-Potenzialanalyse der schnellste Einstieg: drei bis fünf Personentage, Ergebnis Entscheidungsvorlage mit Wissenslandkarte, bewerteten Anwendungsfällen und Integrationsskizze.
Architektur-Review. Wenn es um Bestand, Risiko oder eine anstehende Plattformentscheidung geht, beginnt die Arbeit mit einem Architektur-Review Bestand: drei bis acht Personentage, Ergebnis Risikoregister und Handlungsempfehlungen.